Große Wohnanlagen haben Keller, die eher an ein Straßennetz erinnern: lange Gänge, Abzweigungen, hundert nummerierte Abteile, mehrere Zugänge, Lifte, die nicht überall halten. Wer hier ein Abteil oder gleich mehrere räumen lassen möchte, hat es mit Wegen, Schlüsseln und Zuständigkeiten zu tun, die es im kleinen Wohnhaus nicht gibt. Die Räumung von Kellerabteilen einer Wohnanlage ist deshalb vor allem eine Frage der Organisation. In diesem Beitrag lesen Sie, was lange Gänge und viele Schlüssel für die Planung bedeuten, wie Bewohner informiert und der Zugang gesichert wird und was nach der Räumung an wen übergeben wird.
Wohnanlagen: Lange Gänge, viele Schlüssel
In einer Wohnanlage mit mehreren Stiegen kann der Weg vom Kellerabteil bis zum nächstmöglichen Standort des LKW hundert Meter und mehr betragen, durch mehrere Türen, über Rampen oder Stufen. Das verändert die Räumung: Jeder Weg dauert länger, und es lohnt sich, Kleinteile zu bündeln und Möbel vor dem Tragen zu zerlegen. Manchmal ist ein anderer Zugang näher als der, den die Bewohner normalerweise nutzen, etwa eine Garageneinfahrt oder ein Notausgang zum Hof. Wir klären das vorab anhand eines Lageplans oder bei einer kurzen Begehung.
Dann die Schlüssel. In Wohnanlagen sind Kellergänge, Zwischentüren und Abteile oft mit unterschiedlichen Schlüsseln gesichert, und nicht jeder Bewohner hat alle. Für die Räumung brauchen wir Zugang zu allen Türen auf dem Weg, und zwar für die gesamte Dauer. Am einfachsten ist es, wenn die Hausverwaltung oder der Hausbesorger an diesem Tag aufsperrt oder einen Generalschlüssel hinterlegt. Bei genossenschaftlichen Anlagen läuft das über die Verwaltung, bei Eigentumsanlagen über den Hausverwalter. Wir sprechen das ab, bevor der Termin fixiert wird, damit am Räumungstag keine Tür verschlossen bleibt.